Welt-Alzheimertag – der 21. September

Demenz ist in Vietnam als Krankheit wenig bekannt. Die vietnamesische Bevölkerung in Berlin ist relativ jung mit einem Anteil von knapp 1% Menschen über 75 Jahre alt, so dass hierzulande auch wenige Erfahrungen mit demenziellen Erkrankungen gibt. Fest steht jedoch, dass je älter die Menschen werden, desto größer das Risiko für Demenzerkrankungen ist. Bei Migrant*innen wissen wir zudem, dass mit fortgeschrittener Demenz die Zweitsprache, nämlich Deutsch, verloren geht.

„Weltweit sind mehr als 50 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Bis 2050 wird die Zahl voraussichtlich auf 152 Millionen steigen, besonders dramatisch in China, Indien, Südamerika und den afrikanischen Ländern südlich der Sahara.

Seit 1994 finden am 21. September in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen aufmerksam zu machen.

Was passiert am Welt-Alzheimertag?

In Deutschland organisieren die örtlichen Alzheimer-Gesellschaften und Selbsthilfegruppen jedes Jahr eine Reihe von regionalen Veranstaltungen. Mit Vorträgen, Tagungen, Gottesdiensten, Benefizkonzerten usw. machen sie die Öffentlichkeit auf das Thema Alzheimer und andere Demenzerkrankungen aufmerksam.

Immer wieder geht es darum, auf die Situation der etwa 1,6 Millionen Demenzerkrankten und ihrer Familien in Deutschland hinzuweisen. Auch wenn gegenwärtig eine Heilung der Krankheit nicht möglich ist, kann durch medizinische Behandlung, Beratung, soziale Betreuung, fachkundige Pflege und vieles mehr den Kranken und ihren Angehörigen geholfen werden. Der Welt-Alzheimertag (WAT) wird von der Dachorganisation Alzheimer’s Disease International (London) (www.alz.co.uk) weltweit unterstützt.“ (Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. https://www.deutsche-alzheimer.de/termine/welt-alzheimertag.html)